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Übergabe des Rückert-Portraits
Am Dienstag, 13. Juli, 13:30 Uhr, übergibt die Schweinfurterin Barbara Vogel-Fuchs im Friedrich-Rückert-Bau, Martin-Luther- Platz 20, ein Portrait des Schweinfurter Dichters und Orientalisten Friedrich Rückert an Oberbürgermeister Sebastian Remelé.

1971 schuf Gerhard Richter in fotorealistischer Manier seine berühmte Werkgruppe „48 Porträts“. Die 48 Konterfeis stellen wiederum eine Essenz dar aus ursprünglich 288 Lexikonabbildungen von Persönlichkeiten aus Kultur und Wissenschaft, die maßgeblich die Moderne beeinflusst haben. Darunter finden sich so berühmte Namen wie Gustav Mahler und Albert Einstein, aber auch solche, die weitestgehend der Vergessenheit anheimgefallen sind, wie z. B. Otto Schmeil oder gar so zweifelhafte wie Bjørnstjerne Bjørnson. Die erstmals auf der Biennale in Venedig gezeigte und heute im Kölner Museum Ludwig präsentierte Arbeit war wegen der Auswahl zu keinem Zeitpunkt unumstritten. So „ergänzte“ z. B. 1991 der österreichische Maler Gottfried Helnwein auf Anregung von Alice Schwarzer die reine „Männertruppe“ um 48 Frauenporträts, die ebenfalls im Museum Ludwig ausgestellt werden. Die Bonner Graphikerin und Kinderbuchautorin Reingard Raasch-Aselmeyer war nun der Ansicht, dass in Richters Werkgruppe eindeutig Friedrich Rückert fehle. Deshalb malte sie ganz in Richters Manier – sowohl in Farbgebung als auch Format – das Porträt des Schweinfurter Dichters und Orientalisten; als Vorlage hierfür diente mangels fotografischer Vorlage der wenig bekannte Stich des engen Rückert-Freundes Carl Barth aus dem „Deutschen Musenalmanach für das Jahr 1834“. Das Bild gelangte in den Besitz der Schweinfurterin Barbara Vogel-Fuchs, die es ihrer Heimatstadt mit der Maßgabe stiftete, es an einem würdigen Ort der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. In Zusammenarbeit von Kulturamt, Stadt- und Wohnbau-Gesellschaft sowie Rückert-Gesellschaft war der würdige Ort schnell gefunden, nämlich der Friedrich-Rückert-Bau.

Nachricht vom 7.7.10 18:44

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Letzte Aktualisierung: Samstag, 04. September 2010

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